Dienstag, 23. Februar 2016

Karneval in Sucre

Der Karneval in Sucre ist eine ziemlich verrückte Zeit. Man merkt ihn schon ein paar Wochen vorher, wenn kleine Kinder mit Wasserbomben und –pistolen von Dächern auf unschuldige Passanten zielen. Das steigert sich immer weiter, bis die ganze Stadt eine riesige Wasserschlacht veranstaltet. Von Samstag den 06.02 bis Donnerstag den 09.02 herrschte in der Innenstadt der Ausnahmezustand. Am Sonntag nahmen wir an einer kleinen Entrada, die von der Gastfamilie einer Mitfreiwilligen organisiert wurde, teil. Mit ca. 20 mehr oder weniger betrunkenen Menschen und einer kleinen Banda (bestehend aus Panflöten und Trommeln) zogen wir durch die Innenstadt bis nach Villa Armonía. Als wir dort ankamen war ich bis auf die Unterwäsche mit Wasser durchnässt und mir tat der Rücken von den scharf geworfenen Wasserbomben weh. Trotzdem war es ein unvergessliches Erlebnis, dass ich mir in Deutschland schon allein wegen der winterlichen Temperaturen nicht vorstellen könnte.
Am Abend darauf machte ich noch einmal ein unerfreuliches Erlebnis, als mich aus einem vorbeifahrendem LKW ein Schwall Wasser traf – ganz schön dreist. 


Dienstags ist es Brauch mit der Familie zu grillen. Auch wir Freiwilligen haben uns in Lajastambo getroffen um gemeinsam zu grillen. 

Am nächsten Wochenende wurde der Karneval endgültig in Yotala, einem kleinen Vorort von Sucre, verabschiedet und die Wasserschlacht hatte endlich ein Ende.

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