Der Karneval in Sucre ist eine ziemlich verrückte Zeit. Man
merkt ihn schon ein paar Wochen vorher, wenn kleine Kinder mit Wasserbomben und
–pistolen von Dächern auf unschuldige Passanten zielen. Das steigert sich immer
weiter, bis die ganze Stadt eine riesige Wasserschlacht veranstaltet. Von
Samstag den 06.02 bis Donnerstag den 09.02 herrschte in der Innenstadt
der Ausnahmezustand. Am Sonntag nahmen wir an einer kleinen Entrada, die von der
Gastfamilie einer Mitfreiwilligen organisiert wurde, teil. Mit ca. 20 mehr oder
weniger betrunkenen Menschen und einer kleinen Banda (bestehend aus Panflöten und Trommeln) zogen wir durch die
Innenstadt bis nach Villa Armonía. Als wir dort ankamen war ich bis auf die
Unterwäsche mit Wasser durchnässt und mir tat der Rücken von den scharf
geworfenen Wasserbomben weh. Trotzdem war es ein unvergessliches Erlebnis, dass
ich mir in Deutschland schon allein wegen der winterlichen Temperaturen nicht
vorstellen könnte.
Am Abend darauf machte ich noch einmal ein unerfreuliches
Erlebnis, als mich aus einem vorbeifahrendem LKW ein Schwall Wasser traf – ganz
schön dreist.
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Am nächsten Wochenende wurde der Karneval endgültig in
Yotala, einem kleinen Vorort von Sucre, verabschiedet und die Wasserschlacht hatte endlich ein Ende.

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