Wie es anderen Freiwilligen in Bolivien geht könnt ihr unter den jeweiligen Links nachlesen nachlesen.
Timon Biebach (Santa Cruz) https://biebachsbolivienblog.wordpress.com/
Natalie Kastens (Sucre) https://natalieenbolivia.wordpress.com/
Lea Kiehlneker (Santa Cruz) https://crucenabolivia.wordpress.com/
Carolin Lehmann (Cumarapa) http://www.federnimkopf.blogspot.de/
Laura Neves Almeida (Tarija) http://www.aventurabolivia2015-16.blogspot.de/
Jaquline Schneider (Sucre) http://bolivia-y-jaqueline.blogspot.de/
Lea Schütze (Sucre) https://bolivianischestagebuch.wordpress.com/
Matthia Stolz (Sucre) http://matthia-in-bolivien.blogspot.de/
Vincent Weiss (La Paz) http://chenteontour.jimdo.com/blog/
Anna Lena Konrad (La Paz) http://anna-lenabolivia.auslandsblog.de/
Leonie Reinshagen (La Paz) http://bolivonie.tumblr.com/
Anm: Für Inhalte und Bilder der Blogs übernehme ich keine Haftung. Dies sind persönliche Blogs von
Freiwilligen und spiegeln nicht notwendigerweise die Grundsätze und
Werte von mir wieder.
Montag, 21. Dezember 2015
Ferienprogramm im Centro Juvenil C
In den letzten Wochen habe ich im Centro Juvenil C mitgeholfen. Gemeinsam gestalteten Prof. Sonia und ich zusammen ein Ferienprogramm für die Kinder.
(Die Kinder nennen sowohl ihre Lehrer als auch uns in der Hausaufgabenbetreuung Profesor/-a)
Zweimal habe ich mit den Kindern deutsche Weihnachtsplätzchen gebacken. Einmal nur mit den Kinder aus Centro Juvenil C und ein anderes Mal zusammen mit allen drei Centros Juveniles. Das hat beide Male sehr gut geklappt und den Kinder haben die Plätzchen geschmeckt.
Ein anderes Mal habe ich mit den Kindern Pizza gebacken. Auf diese kamen Zwiebeln, Tomaten, Paprika, Mortadella und ganz viel Käse.
Mehrere Nachmittage haben wir zusammen Weihnachtskarten gebastelt und aus alten Plastikflaschen Stiftehalter gebastelt.
Zum Abschluss gab es eine große Clausura (Abschlussfeier). Dort führten die Kinder verschiedene Tänze vor und bekamen ihre Geschenke. Die Jungen ein kleines Auto, die Mädchen Puppen und die Älteren Stifte und Papier für die Schule.
(Die Kinder nennen sowohl ihre Lehrer als auch uns in der Hausaufgabenbetreuung Profesor/-a)
Zweimal habe ich mit den Kindern deutsche Weihnachtsplätzchen gebacken. Einmal nur mit den Kinder aus Centro Juvenil C und ein anderes Mal zusammen mit allen drei Centros Juveniles. Das hat beide Male sehr gut geklappt und den Kinder haben die Plätzchen geschmeckt.
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| ein Haufen an Plätzchen |
Mehrere Nachmittage haben wir zusammen Weihnachtskarten gebastelt und aus alten Plastikflaschen Stiftehalter gebastelt.
Zum Abschluss gab es eine große Clausura (Abschlussfeier). Dort führten die Kinder verschiedene Tänze vor und bekamen ihre Geschenke. Die Jungen ein kleines Auto, die Mädchen Puppen und die Älteren Stifte und Papier für die Schule.
Weihnachtslieder Werkstatt
Letzten Sonntag gab es eine kleine Weihnachtsliederwerkstatt für uns Freiwillige. Mit Panflöten ausgestattet ging es los. Zuerst lernten wir einfache Melodien, die von Trommeln, Rasseln und Gitarren begleitet wurden.
Danach kam der Text:
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| mit Panflöten Noten |
"En mi lindo pueblo
en la navidad
nadie esta sentado
todos a bailar"
"In meinem schönen Dorf
in der Weihnachtsnacht
sitzt niemand,
alle tanzen"
"Chicos por alla
Chicas por aqui
que lindo es mi pueblo
en la navidad"

"Jungen dort,
Mädchen da,
wie schön ist mein Dorf
in der Weihnachtsnacht"
oder
"Nino manelito
dame bunelito
en tu bunelito ninito
bien amarradito"
Neben diesem, haben wir noch ein weiteres gelernt, von dem ich den Text leider nur noch teilweise weis. Gemeinsam haben wir die drei Lieder wiederholt, bis wir sie zusammen schmettern konnten. Zwischendrin wurden wir mit einem leckerem Mittagessen gestärkt, zu dem jeder Freiwillige etwas mitbrachte.
Dienstag, 15. Dezember 2015
Zwei Paseos an einem Wochenende
Was ist ein Paseo?
Ein Ausflug!
Am Samstag, den 05.12, ging es für alle Kinder vom Comedor nach Tio Pala. Begleitet wurden sie von zwei Bolivianerinnen und sieben Freiwilligen. Tio Pala liegt kurz hinter Alegria, einem Stadtteil am Rand von Sucre. Wir fuhren mit dem Caminion (kleiner LKW mit Ladefläche) ca. 15 min. Es gibt dort ein kleines Schwimmbecken mit einer Rutsche und viele kleine, offene Hütten, in denen gegrillt werden kann. Die Kinder eroberten sogleich das Schwimmbecken. Für uns Freiwillige war der Tag sehr entspannt, da sich die Kinder überwiegend selbst beschäftigten.
Den Sonntag verbrachten alle Freiwilligen, des BKHWs in Sucre, zusammen, anlässlich des "Dia del voluntario". Zuerst fuhren wir 1,5 Stunden über Forstwege, bis wir eine kleine Hütte am Fluss erreichten. Dort bereiteten wir ein sehr leckeres Essen vor. Es gab gegrilltes Hühnchen, Auberginen, Nudelsalat, Gurken, Tomaten, Linsensalat und verschiedene Früchte. Kurz nach dem wir alle satt waren brachen wir wieder auf nach Sucre.
Ein Ausflug!
Am Samstag, den 05.12, ging es für alle Kinder vom Comedor nach Tio Pala. Begleitet wurden sie von zwei Bolivianerinnen und sieben Freiwilligen. Tio Pala liegt kurz hinter Alegria, einem Stadtteil am Rand von Sucre. Wir fuhren mit dem Caminion (kleiner LKW mit Ladefläche) ca. 15 min. Es gibt dort ein kleines Schwimmbecken mit einer Rutsche und viele kleine, offene Hütten, in denen gegrillt werden kann. Die Kinder eroberten sogleich das Schwimmbecken. Für uns Freiwillige war der Tag sehr entspannt, da sich die Kinder überwiegend selbst beschäftigten.
Den Sonntag verbrachten alle Freiwilligen, des BKHWs in Sucre, zusammen, anlässlich des "Dia del voluntario". Zuerst fuhren wir 1,5 Stunden über Forstwege, bis wir eine kleine Hütte am Fluss erreichten. Dort bereiteten wir ein sehr leckeres Essen vor. Es gab gegrilltes Hühnchen, Auberginen, Nudelsalat, Gurken, Tomaten, Linsensalat und verschiedene Früchte. Kurz nach dem wir alle satt waren brachen wir wieder auf nach Sucre.
Ein Wochenende in La Paz
Das letzte Novemberwochenende haben wir gemeinsam mit anderen Freiwilligen in La Paz verbracht. Am Freitag Abend ging es mit der Flota (Fernbus) Richtung La Paz. Nach zwölf Stunden Fahrt kamen wir endlich an und wurden von einigen Freiwilligen aus La Paz am Busbahnhof abgeholt. Nachdem wir uns kurz in ihrer WG ausgeruht hatten, erkundeten wir die Stadt. Ich kannte die meisten Sehenswürdigkeiten schon, trotzdem war es schön alles nocheinmal zu besuchen. Am Abend waren wir auf einem deutschen Weihnachtsmarkt im Zentrum. Es war sehr verwirrend plötzlich unter lauter Deutschsprechenden mit heller Haut zu sein. Gemeinsam genossen wir Glühwein und Bratwurst. Danach fuhren wir mit der Seilbahn hoch nach El Alto, um das Lichtermeer von La Paz zu bestaunen. Am nächsten Tag besuchten wir eine sehr große Feria in El Alto. Auf diesem Markt kann man wahrscheinlich alles einkaufen, was das Herz begehrt, exotische Früchte, allerlei Autoersatzteile, Kleidung, Essen, und und und... Leider konnten wir nicht alles sehen, da unsere Flota, zurück nach Sucre, um sieben Uhr abends abfuhr. Ein wenig müde kamen wir am Montag in der Früh an und machten uns sogleich auf den Weg in die Arbeit.
Dienstag, 24. November 2015
Lluaja
Zu jedem Essen, Suppe und Segundo, essen (ich denke) fast jeder Bolivianer eine rötlich, sehr schafe Sauce, Llajua.
Und so funktioniert das Ganze:
2-3 Tomaten
3-4 kleine, sehr scharfe Paprika (ich weis nicht, ob es die Gleichen wie in Bolivien aucg in Deutschland gibt)
ein bisschen Wasser
Salz
Zwiebeln
einen Mixer
Zuerst werden die Tomaten und die scharfen Paprika in kleine Stücke geschnitten. Dabei kann man die Kerne der Paprika mitessen oder nicht. Die Stücke werden nun, zusammen mit ein bisschen Wasser, im Mixer sehr fein püriert. Danach salzen und eine klein geschnittene Zwiebel hinzufügen und das Ganze ist fertig. Llajua kann zu Allem, was ein bisschen schärfe verträgt gegessen werden.
Guten Appetit!
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| kleine scharfe Paprika |
2-3 Tomaten
3-4 kleine, sehr scharfe Paprika (ich weis nicht, ob es die Gleichen wie in Bolivien aucg in Deutschland gibt)
ein bisschen Wasser
Salz
Zwiebeln
einen Mixer
Zuerst werden die Tomaten und die scharfen Paprika in kleine Stücke geschnitten. Dabei kann man die Kerne der Paprika mitessen oder nicht. Die Stücke werden nun, zusammen mit ein bisschen Wasser, im Mixer sehr fein püriert. Danach salzen und eine klein geschnittene Zwiebel hinzufügen und das Ganze ist fertig. Llajua kann zu Allem, was ein bisschen schärfe verträgt gegessen werden.
Guten Appetit!
Was hat sich nach fast drei Monaten geändert??
Mittlerweile sind schon fast drei Monate vergangen und es hat sich währenddessen einiges geändert.
Ich arbeite nun nicht mehr nur in Alegria, sondern auch in der Küche der Casa del Nino A und im Centro Juvenil C.
In der Küche habe ich seit Anfang Oktober einen Tag in der Woche gearbeitet. Leider fällt es mir schwer den Frauen zu helfen, da sie sich meist auf Quechua unterhalten und ich deshalb nichts verstehe. Außerdem können sie mir nicht direkt sagen was ich tun soll, weshalb ich mich ihnen fast in den Weg stellen muss, um etwas machen zu können. Einige Male habe ich den ganzen Vormittag Erbsen, Bohnen oder Kartoffeln geschält. Trotzdem ist es interessant den Frauen beim Kochen zuzuschauen. Die bolivianische Küche funktioniert doch anders als die Deutsche.
Ob sie besser ist??- Ich persönlich finde nicht.
Das Centro Juvenil C ist eines von drei Jugendzentren im CEMVA. Jeden Tag kommen am Nachmittag bis zu 20 Kinder und Jugendliche um Hausaufgaben zu machen oder miteinander zu spielen. Ich helfe den Kindern wo ich kann und das macht mir von allen Aufgaben, die ich hier im CEMVA habe, am meisten Spaß. Auch habe ich das Gefühl den Kindern direkt zu helfen, denn oft können ihre Eltern aufgrund von mangelnder Schulbildung das nicht.
Ich arbeite nun nicht mehr nur in Alegria, sondern auch in der Küche der Casa del Nino A und im Centro Juvenil C.
In der Küche habe ich seit Anfang Oktober einen Tag in der Woche gearbeitet. Leider fällt es mir schwer den Frauen zu helfen, da sie sich meist auf Quechua unterhalten und ich deshalb nichts verstehe. Außerdem können sie mir nicht direkt sagen was ich tun soll, weshalb ich mich ihnen fast in den Weg stellen muss, um etwas machen zu können. Einige Male habe ich den ganzen Vormittag Erbsen, Bohnen oder Kartoffeln geschält. Trotzdem ist es interessant den Frauen beim Kochen zuzuschauen. Die bolivianische Küche funktioniert doch anders als die Deutsche.
Ob sie besser ist??- Ich persönlich finde nicht.
Das Centro Juvenil C ist eines von drei Jugendzentren im CEMVA. Jeden Tag kommen am Nachmittag bis zu 20 Kinder und Jugendliche um Hausaufgaben zu machen oder miteinander zu spielen. Ich helfe den Kindern wo ich kann und das macht mir von allen Aufgaben, die ich hier im CEMVA habe, am meisten Spaß. Auch habe ich das Gefühl den Kindern direkt zu helfen, denn oft können ihre Eltern aufgrund von mangelnder Schulbildung das nicht.
Donnerstag, 29. Oktober 2015
Essen in Bolivien
Das Essen in Bolivien schien auf den ersten Blick ziemlich
langweilig. Das typische Menu besteht aus einer Suppe als Vorspeise und danach
„Segundo“. Das ist meist Reis oder Nudel mit Karotoffeln und Fleisch in
rötlicher, scharfer Soße. Meiner Meinung nach ist das Essen doch abwechslungsreich.
Zum Beispiel gibt es unzählige verschieden Suppen. Und auch das Segundo ist
doch immer etwas anderes. Zwischen den Mahlzeiten gibt es „Refresco“. Oft „Pan“
mit zuckersüßem Tee, „Arroz con Leche“, “ Api“ , … Manchmal besser, manchmal
schlechter.
Auf der Straße wird an vielen Orten frittiertes „Pollo“ mit
„Papas fritas“ oder „Hamburgesas“ angeboten, was sehr lecker, schnell und
billig ist. Allerdings besteht das Risiko bei solchen Mahlzeiten die nächsten Tag
mit Bauchschmerzen und Übelkeit im Bett zu liegt. Genau dasselbe kann mit
ungeschältem, ungekochten Gemüse oder Obst passieren. Aus diesem Grund schäle
ich meine Äpfel und Tomaten. Salat versuche ich zu vermeiden. Denn es können
immer schädliche Keime auf der Oberfläche sein.
Wenn diese einfachen Regeln beachtet werden, kann man hier gut essen
und kochen. Aber man weiß nie ….
Unser Wochenende in Cajamarka
Von der Oma einer Mitfreiwilligen und Chefin eines
Wiederaufforstungsprogramms wurden wir letztes Wochenende nach Cajamarka
eingeladen. Das befindet sich ca. 1,5 Stunden von Sucre entfernt mitten in
Nirgendwo, tief im Wald. Es gibt verschieden große Hütten, die gemietet werden
können, eine Capinteria (Schreinerei), Hühner, Gänse, Max -- das Pferd und
viele kleine Minibäume. Nachdem wir alles besichtigt hatten, kochten wir gemeinsam
und gingen früh in unsere Schlafsäcke, am nächsten Tag wollten wir um vier in
der Früh aufbrechen.
Und am nächsten Morgen ginge es nun endlich los. Über Stock
und Stein folgen wir einem kleinen Pfad bis es langsam hell wurde und sich uns
eine wunderschöne Landschaft präsentierte. Nach kleineren Frühstückspausen
gelangten wir über wegloses Gelände auf einen Gebirgskamm. Dort waren viele
kleine Felsklötze, auf die man problemlos hinaufklettern konnte. Auf der
anderen Seite ging es wieder bergab und wir trafen auf den „Touriweg“. Dieser
führte uns zu unserem Ziel, den Malereien der Inka. Auf Felswänden fanden wir
verschieden Strichmännchen und Zeichen von den Inkas. Nach einer kleinen
Mittagspause ginge es wieder zurück Richtung Cajamarka. Das war nicht einfach,
denn die Erschöpfung machte sich bei einigen bemerkbar. Nach ca. 10 Stunden Bergsteigen
kamen wir endlich wieder in Cajamarka an. Und von dort aus ging es direkt nach
Sucre zurück, wo wir alle glücklich und erschöpft ankamen und in die Betten
fielen.
Mittwoch, 14. Oktober 2015
Potosi
Anschließend fuhren wird ein bisschen weiter Richtung "Cerro Rico" und wurden in einem kleinen, unscheinbaren Gebäude mit Helm, Lampe, Schutzkleidung und Gummistiefeln ausgerüstet. Bevor wir jedoch zu den Mienen fuhren besuchten wir zunächst eine Aufbereitungsanlange in der die wertvollen Metalle aus dem Gestein gelöst werden. Dann ging es endlich zum "Cerro Rico", der einst die Staatskasse Spaniens mit seinem Silber regelrecht überschwemmt hatte. Dort angekommen ist von Reichtum allerdings keine Spur. Man blickt auf einfache Hütten und am Boden leuchten Pfützen in grellen Farben. Wir gehen ein paar Meter und stehen vor einem der vielen Einstiege in den Berg. Die Lampen werden ein geschaltet und los geht es. Auf dem Boden stehen ein paar Zentimeter Wasser, die Gänge winden sich, werden mal breiter, mal schmaler, mal höher mal niedriger. Man leuchtet immer wieder mit den Lampen in abzweigende Gänge und fragt sich wo diese hinführen und hofft, dass unser Guide gut mit der Mine vertraut ist. Bei unserer ersten Pause wird uns erklärt, dass ein neuer "Minero" zunächst fünf Jahre für eine der vielen, kleinen Organisationen arbeiten muss bevor er als freier "Minero" für sich selbst das Glück in der Miene suchen darf. Außerdem erfahren wir, dass einige "Mineros" auch mehrere Tage in der Miene verbringen. Wir gehen ein gutes Stück weiter, bis wir zu einer etwas wackeligen Holzleiter kommen, die wir dann auch erklimmen und feststellen müssen, dass uns direkt danach noch zwei weitere bevorstehen. Oben angekommen gehen wir noch ein paar Schritte und sind an DER Sehenswürdigkeit der Miene angekommen, dem "Tio", der Schutzpatron der Mienenarbeiter, dem diese regelmäßig Kokablätter, Zigaretten und Alkohol opfern. Auch unser Guide schüttet etwas von seinem 96 prozentigen Alkohol auf die Statue, deren Aussehen stark an einen Teufel erinnert und nimmt dann selbst ein paar ordentliche Schlucke. Er erzählt uns noch einiges von den "Mineros" und deren Arbeit und von dem Mythos, dass man mit dem einstigen Silber des Cerro Ricos eine Brücke von Südamerika nach Europa hätte bauen können. Wir gehen weiter. Man sieht glitzerndes Gestein, Mineralien in allen möglichen Farben und die Gänge werden kleiner und kleiner und kleiner. Zusammengefaltet läuft man durch die niedrigen Gänge und geht vorsichtig durch die tiefen und rutschigen Pfützen, bis auf einmal wieder ein bisschen Tageslicht durch die Gänge schimmert. Noch ein paar Meter und wir sind wieder draußen. Man streckt sich erst einmal aus, Atmet die frische Luft ein und braucht einen Moment bis man begreift, dass man wieder in der normalen, in unserer Welt ist.
Die Tour in den
Mienen hat ca. 2,5 Stunden gedauert. Doch die Atmosphäre lässt sich
nur schwer in Worte fassen. Wir fuhren ein Stück bergab, gaben
unsere Ausrüstung zurück und wurden wieder ins Zentrum der Stadt
gefahren. Nach einer kleine Pause in unserer Unterkunft gingen wir
noch in eine der Pizzerien zum Abendessen. Und so endete unser erster
Tag in Potosi.
Am Sonntag fuhren wir zum "Ojo del Inca". Das ist ein kleiner, runder See mit ca. 30°C Wassertemperatur. In ihm lässt sich wunderbar Baden. Aber es ist sehr wichtig sich mit Sonnencreme einzucremen und rechtzeitig in den Schatten zu gehen. Das haben wir nämlich nicht gemacht und die Rechnung in Form eines intesiven Sonnenbrands bekommen. | Natürliche Pfütze? |
Mittwoch, 7. Oktober 2015
typisch Bolivien
Meiner Meinung nach unterscheidet sich Bolivien sehr stark von Deutschland. Vieles funktioniert hier anders, aber genauso gut oder schlecht.
Zum Beispiel das öffentliche Verkehrssystem. Wie in Deutschland gibt es verschiedene Linien die durch Buchstaben, Zahlen und Farben gekennzeichnet sind. Ich kann um nach Hause zu kommen die rote oder gelbe zwölf benutzen oder aber die Q. Wenn ich mit der Micro fahren möchte warte ich an der Hauptstraße bis eine kommt. Dann muss ich die Hand ausstrecken damit die Micro stehen bleibt und ich einsteigen kann. Zum Aussteigen ruft man "Parada" oder "Voy a bajar" und die Micro hält. Bezahlt wir am Anfang mit einem Boliviano. Das ist sehr billig, weshalb jeder mit den Micros fährt und es oft so voll ist, dass die Leute stehen müssen. Zuerst dachte ich, dass dieses System bewirkt, dass eine Fahrt sehr lange dauert, doch das ist nicht so. In der Innenstadt bin ich in ca. 20 bis 30 Minuten. Schneller geht es mit dem Taxi. Diese sind aber im Vergleich mit ca. 10 Bolivianos pro Fahrt auf Dauer teuer.
Auch interessant ist das Einkaufen hier. Es gibt viel weniger Supermärkte als in Penzberg. Da gibt es Edeka, Lidel, Aldi, Rewe,.... Hier gibt es den SAS in der Innenstadt. Dafür findet man viele verschiedene Märkte. Die zwei größten sind in der Innenstadt der Merquado Central und weiter weg der Merquado Campesino. Und dort lässt sich so ziemlich alles finden. Von Lebensmitteln, wie Obst, Gemüse, Fleisch, etc. über verschiedenste Elektronische Artikel bis hin zu allem anderen was der Mensch im Alltag benötigt. Die Schwirigkeit besteht nur darin zu wissen wo sich was finden lässt und wie man wieder herausfindet. Auch ist es mit den Preisen ist es nicht ganz so leicht. Hier existiert nämlich keine Auszeichnungspflicht wie in Deutschland, weshalb man sich nie sicher sein kann, ob man nicht doch den Gringo-Preis (Gringo/-a = Weiße/-r) zahlt.
Zum Beispiel das öffentliche Verkehrssystem. Wie in Deutschland gibt es verschiedene Linien die durch Buchstaben, Zahlen und Farben gekennzeichnet sind. Ich kann um nach Hause zu kommen die rote oder gelbe zwölf benutzen oder aber die Q. Wenn ich mit der Micro fahren möchte warte ich an der Hauptstraße bis eine kommt. Dann muss ich die Hand ausstrecken damit die Micro stehen bleibt und ich einsteigen kann. Zum Aussteigen ruft man "Parada" oder "Voy a bajar" und die Micro hält. Bezahlt wir am Anfang mit einem Boliviano. Das ist sehr billig, weshalb jeder mit den Micros fährt und es oft so voll ist, dass die Leute stehen müssen. Zuerst dachte ich, dass dieses System bewirkt, dass eine Fahrt sehr lange dauert, doch das ist nicht so. In der Innenstadt bin ich in ca. 20 bis 30 Minuten. Schneller geht es mit dem Taxi. Diese sind aber im Vergleich mit ca. 10 Bolivianos pro Fahrt auf Dauer teuer.
| Ein Micro im Stillstand |
| Lieblingsplatz im Merquado Central |
Mein erster Arbeitstag
Meine erste Arbeitswoche startet um 9 Uhr in Alegria. Ich bin gut mit der Micro hingekommen und die Kinder freuten sich über mich.
Mein erster Tag sieht aus, wie ein typischer Tag in Alegria:Um neun Uhr bekommen die Kinder ihr Frühstück. Das ist oft "Aroz con leche"ähnlich dem deutschen Milchreis nur mit viel süßem Zucker. Danach werden die Kinder in zwei Gruppen geteilt. In den jeweiligen Gruppenräumen wird gespielt, gesungen oder gebastelt, bis es "Refresco" gibt. Meistens ist das ein Joghurt oder Obst. Danach können die Kinder weiter spielen und wir Erzieherinnen putzen die Gruppenräume. Bevor um 12 Uhr das Mittagessen serviert wird muss jeder sich die Hände waschen. Zum Essen gibt es typisch für Bolivien zuerst eine Suppe und danach ein Mittagessen aus Reis, Kartoffeln und Fleisch. Als Nachspeise bekommt jedes Kind ein Becher voll sehr süßem Getränk. Nach dem Essen geht es für alle Kinder ins Bett zum Mittagsschlaf. Während die kleineren Kinder schlafen kommen die größeren aus der Schule und machen ihre Hausaufgaben. Irgendwann sind alle wieder wach und jedem werden die Haare gemacht. Bevor die Kinder um ca. 16 Uhr abgeholte werden bekommen sie noch eine kleine Mahlzeit, wie Kakau oder "Aroz con leche" mit "Pan" (Brot).
Mein erster Tag sieht aus, wie ein typischer Tag in Alegria:Um neun Uhr bekommen die Kinder ihr Frühstück. Das ist oft "Aroz con leche"ähnlich dem deutschen Milchreis nur mit viel süßem Zucker. Danach werden die Kinder in zwei Gruppen geteilt. In den jeweiligen Gruppenräumen wird gespielt, gesungen oder gebastelt, bis es "Refresco" gibt. Meistens ist das ein Joghurt oder Obst. Danach können die Kinder weiter spielen und wir Erzieherinnen putzen die Gruppenräume. Bevor um 12 Uhr das Mittagessen serviert wird muss jeder sich die Hände waschen. Zum Essen gibt es typisch für Bolivien zuerst eine Suppe und danach ein Mittagessen aus Reis, Kartoffeln und Fleisch. Als Nachspeise bekommt jedes Kind ein Becher voll sehr süßem Getränk. Nach dem Essen geht es für alle Kinder ins Bett zum Mittagsschlaf. Während die kleineren Kinder schlafen kommen die größeren aus der Schule und machen ihre Hausaufgaben. Irgendwann sind alle wieder wach und jedem werden die Haare gemacht. Bevor die Kinder um ca. 16 Uhr abgeholte werden bekommen sie noch eine kleine Mahlzeit, wie Kakau oder "Aroz con leche" mit "Pan" (Brot).
Sonntag, 20. September 2015
Meine ersten Tage in Sucre
Endlich angekommen
wurden wir am Busterminal von unseren Gastfamilien abgeholt. Ich fuhr
in die weltwärts-WG. Am Abend gab es
eine große Entrada zu Ehren der Schutzpatronin der Stadt. Die
verschieden Gruppen tanzten in bunten Kostümen zur Musik ihrer
Bands, die aus verschiedensten Blasinstrumenten bestanden. Besonders
faszinierend waren die unterschiedlichen Kostüme.
Am Montag und in
den darauf folgenden Tagen waren wir viel in der Innenstadt unterwegs
um bei verschieden Polizeibüros und Fotografen unsere Visa zu
beantragen. Dabei lernten wir die Innenstadt näher kennen, den
Merquado Central, den Plaza de 26 Mayo, SAS der Supermarkt, den
Merquado Campesino und den Tigo Laden. Diesem statteten wir aufgrund
der immer wieder aufkommenden Probleme mit den Handys öfter Besuche
ab.
Am Ende der Woche besuchten wir unsere Projekte. Ich arbeite nun
in Alegria, eine Einrichtung von CEMVA, mit Kinder von ca. zwei bis
sechs Jahren. Am Montag
ist mein erster Arbeitstag.
Unsere letzten Tage in La Paz und unser kurzer Aufenthalt in Santa Cruz
Am Donnerstag reiste
meine Familie weiter nach Sucre und von da an waren wir nur noch zu
zweit. Die restlichen Tag in La Paz kurierten wir beide unsere
Erkältungen aus und fuhren über das Wochenende nach Achocalla.
Achocalla ist ein kleiner Ort nahe La Paz, wo das Colegio Land
besitzt um das Internat mit Lebensmitteln zu versorgen. Mit uns war
die Gruppe des Jungeninternats da. Gemeinsam mit ihnen pflegten wir
die kürzlich gepflanzten Bäume, die bedingt durch den lehmigen und
steinigen Boden spezieller Pflege bedurften.
Am Dienstag endete
unser fast zweiwöchige Aufenthalt in La Paz und per Flugzeug ging es
weiter nach Santa Cruz.
Die Unterschiede zu La Paz in Santa Cruz sind extrem:
La Paz Santa Cruz
Luftfeuchte: (gefühlt) 0% (gefühlt) 99%
Temperatur: (gefühlt) max. 10 °C (gefühlt) 35 °C
Vegetation: braun, ohne Bäume grün, viele Pflanzen
Tiere: Alpakas und Lamas alle Arten von Insekten
Am nächsten Tag trafen wir auf die anderen
Freiwilligen. Mit ihnen verbrachten wir drei Tage auf einer ruhigen
Finka, wo die anderen ihr Jetlag aus schliefen, wir weitere Details
zu unseren Einsatzorten bekamen und das BKHW in Bolivien kennen
lernten. Nach diesen erholsamen Tagen machten wir uns auf die 16
stündige Busfahrt nach Sucre.
Donnerstag, 3. September 2015
La Paz
In unserer Ferienwohnung in Villa Fatima, einem Stadtteil von La Paz, angekommen, traffen wir einen Freund aus Deutschland zum Bergsteigen. Da dieser einige Tag Aklimatisationszeit benötigte, hatten wir genügend Zeit die Stadt zu besichtigen. Eine Fahrt mit der Seilbahn brachte uns nach El Alto. Dort gibt es einen grossen Markt, auf dem man alles von Kartoffel bis hin zu getrockneten Lamaföten für rituelle Zwecke kaufen konnte. Auch konnten wir beobachten, wie Opfergaben verbrannt wurden, um die jeweiligen Wünsche zu erfüllen. Im Anschluss besichtigten wir den Zentralfriedhof von La Paz.
Nach ein paar Tagen ging es eindlich in die Berge. Zuerst bestiegen wir den 5.320 Meter hohen Pico Austria und nach einer kalten Nacht in unseren Zelten ging es über den Gletscher auf den Pequeño Alpamayo (5.370hm). Einen Ruhetag später waren wir auch schon wieder im Bus auf dem Weg zum Basecamp des Huayna Potosí (6.088hm). Um 3:30 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Gipfel, da wir den gesamten Auf- und Abstieg in einem Tag machten. Dafür brauchten wir ca. 11 Stunden. Zwei aus unserer Gruppe bezwangen nach einer Nacht in La Paz den 6.439 Meter hohen Illimani. Der Rest der Gruppe fuhr die Todesstrasse mit dem Moutainbike hinunter. Diese geht auf ca. 64 km Strecke von 4.600 hm auf 1.200 hm in den Dschungel bergab.
An dieser Stelle stiegen wir aus dem Reiseprogramm aus. Teresa´s Familie flog weiter nach Sucre. Für uns beide geht es erst am 08.09 weiter nach Santa Cruz.
Isla del Sol
Dienstag, 18. August 2015
Machu Picchu
Cuzco und unsere Wanderung nach Choquequirao
Mit dem Flugzeug ging es von Arequipa nach Cuzco, dem wörtlichen Nabel der Inka-Welt. Hier heisst es alle Wege führen nach Cuzco. Gemeinsam mit unserer Stadtführerin besuchten wir "Coricancha", eine der wichtigsten Tempelanlagen der Inkas, welche zur damaligen Zeit reichlich mit Gold und Silber verziert war. Die Anlage beinhaltet z.B. einen Tempel der Sonne, des Mondes und des Regenbogens. Danach ging es weiter in die Kathedrale am Hauptplatz. Besonders beeindruckend war das Gemälde des peruanischen Abendmahls, auf dem es typische Speisen wie das Meerschweinchen und Kartoffeln zu sehen gab. Im Anschluss fuhren wir zur Inkafestung "Sacsayhuamán".
Am nächsten Tag begann um sechs Uhr die Fahrt nach Cachora, wo die Wanderung nach Choquequirao begann. Die nächsten vier Tage wurden wir von vier Packpferden, einem Notfallpferd, einem Koch, zwei Menschen für die Pferde und unserem Guide begleitet. Zunächst ging es ca. 1.500 hm hinab zum Fluss und anschliessend 600hm berauf zu unserem Camp "Santa Rosa". Nach einer erholsamen Nacht im Zelt bestritten wir die letzten 900hm nach Choquequirao. Die Anlage erstreckt sich beinahe über den ganzen Berg wobei ein Grossteil noch nicht freigelegt ist. Ausser uns waren an diesem Tag nur noch zwei andere Touristen dort, was den Aufenthalt sehr angenehm machte. Um ganz Choquequirao zu besichtigen benötigten wir den ganzen Nachmittag und mussten viele Höhenmeter auf und ab gehen. Ein besonderes Highlight war der Sonnenuntergang, da wir die Sonne von Choquequirao aus, hinter den umliegenden Bergen, langsam verschwinden sehen konnten. Mit Stirnlampen ging es zurück zum Camp. Der dritte Tag war anstrengend, denn nun mussten wir die 1500hm bei sengender Hitze und Moskitos zwischen Kakteen wieder aufsteigen. Am nächsten Tag ging es zurück nach Cuzco nachdem wir in warmen Quellwasser gebadet hatten.
Arequipa und unsere Wanderung im Colca Canyon
In Arequipa kamen wir um ca. ein Uhr in der Nacht an, weshalb die Nacht sehr kurz war. Am nächsten Tag erkundeten wir Arequipa und entdeckten die Schönheiten der auf ca. 2.300 Meter Höhe liegenden Stadt zwischen den drei Bergen "Misti", "Chachani" und "Picchu Picchu". Der Fluss "Chilli" -was auf Quetschua kalt bedeutet- beschert der Stadt grüne Anbauflächen zwischen den Häusern. Nahe dem "Plaza de Armas" finden sich die Hauptsehenwürdigkeiten, die wir besuchten. Das Kloster Santa Catalina mit seinen roten und blauen Gassen, die Iglesia de la Compañía, die ein gutes Beispiel für den Mestizenbaustil darstellt und das am 15. August stattfindende 475 Jahresfest der Stadt, welches bereits seit unserem Aufenthalt gefeiert wurde.

Am nächsten Tag ging es um sechs Uhr in der Früh auf ins Colca Tal. Der Canyon ist einer der tiefsten der Welt. Gemeinsam mit unserem Guide fuhren wir erst fünf Stunden mit dem Auto teilweise über Schotterpisten und auf bis zu 4.900 Meter hohe Pässe. Endlich angekommen und gestärkt nach einem Lunch stiegen wir 1.000 Meter zum "Río Colca" ab. Kurz bevor wir unsere Unterkunft erreichten, trafen wir eine 72 Jahre alte Dame, die den selben Weg in kürzerer Zeit als wir gegangen war. Ausgeruht wanderten wir am nächsten Morgen weiter Richtung "Oase". Auf dem Weg dort hin, zeigte uns unser Guide heimische Früchte, wie "Granadilla" eine süsse Passionsfrucht, "Chirimoya" und eine kiwiähnliche Kaktusfrucht, die sauer schmeckt. Des Weiteren lernten wir Cochinilla, ein Insekt das seit jeher als roter Farbstoff verwendet wird und den Pefferbaum "Molle", dessen zeriebene Blätter als Insektenschutz wirken, kennen. Auf unserer Fahrt zurück nach Arequipa sahen wir einen Kondor, einige Meter neben der Strasse bei seinem Frühstück, eine Kuh.
Dienstag, 11. August 2015
Paracas und unser Flug über die Nazca Linien
Seit unserer Zeit in Lima sind nun schon über 3.000 Höhenmeter
vergangen. Zuerst ging es mit dem Bus nach Paracas.
Dort besichtigten wir die Ballestas Inseln. Mit einem kleinen Boot ging es zu den Felsen wo
Seelöwen, Humbold Pinguine, Peruanische Bugies und Pelikane ihr Zuhause
haben. Da die Inseln auch als kleine Galapagos Inseln bezeichnet werden,
war ich vom Gestank der Vögel und den kargen Felsen etwas überrascht.
Trotzdem war es sehr interessant.
vergangen. Zuerst ging es mit dem Bus nach Paracas.
Dort besichtigten wir die Ballestas Inseln. Mit einem kleinen Boot ging es zu den Felsen wo
Seelöwen, Humbold Pinguine, Peruanische Bugies und Pelikane ihr Zuhause
haben. Da die Inseln auch als kleine Galapagos Inseln bezeichnet werden,
war ich vom Gestank der Vögel und den kargen Felsen etwas überrascht.
Trotzdem war es sehr interessant.
Am selben Tag fuhren wir mit dem Bus weitere vier Stunden nach Naszca um die berühmten Naszca Linien der Incas in der Wüste zu besichtigen. Besonders interessant war eine kleine Einführung am Vorabend, bei der wir Saturn durch ein Teleskop betrachten konnten. Auch wurde die Schwirigkeiten, die Leben in einer Wüste mit sich bringt deutlich: manche Familien haben nur eine Stunde Wasser am Tag. Eine bedeutende
| Der Kolibri |
Persönlichkeit fur Naszca ist die deutsche Maria Reiche. Sie erforschte 40 Jahre lang die Linien von Naszca und stellt dabei die Theorie auf: die Inkas verbanden die Linien und Formen mit den Sternen, der Sonne und dem Mond. Am nachsten Tag konnten wir nach langem Warten endlich unseren Überflug antreten - wirklich nichts für Menschen, denen schnell schlecht wird. Für den Rest des Tages waren wir 11 Stunden im Bus nach Arequipa.
Fortsetzung folgt.
Dienstag, 4. August 2015
Unsere ersten Tage in Peru
Nun endlich kommt der erste Eintrag aus Suedamerika (wo auf dieser Tastatur ist das ue???). Wie ihr merkt ist hier vieles anders als in Deutschland. Lima ist eine riesen Stadt. -- wie ein groser Ameisenhaufen, in dem ich nicht Autofahren will.
Unsere ersten Stunden hier waren alles andere als angenehm. Der Flieger ist um halb sechs in der Frueh gelandet, bis wir unseren Guide Christian getroffen haben war es halb sieben. Jetzt ging es darum unsere Taschen abzugeben, da diese von Lima nach Puno geschickt werden sollten. Dabei handelte es sich um zwei Gepäkstücke mit Utensilien zum Bergsteigen und ein Koffer von mir fuer unser Freiwilligenjahr. Ich hatte angenommen, dass wir die Gepäkstücke einfach abgeben und dann ins Hotel fahren können. Dem war nicht so. Erst nach drei Stunden in der Kälte warten konnten wir ins Hotel fahren, denn die Taschen wurden streng auf Drogen etc. kontrolliert. Nach diesem etwas holprigen Start konnten wir uns, Gott sei Dank, im Hotel ausruhen.
Am Nachmittag hat uns ein anderer Guide abgeholt. Wir sind in ein Inkamuseum gefahren. Dort gab es Regale voller Keramiken. Da den Inkas die Schrift noch nicht bekannt war haben sie Personen und Handlungen ihres Lebens in Form von Keramiken festgehalten. Danach durften wir Pisco Sour probieren. Das ist ein Brandwein aus Peru, der mit Eiweis und Zitrone gemischt wird -- sehr lecker. Am Abend waren wir im "Parque de las Aguas". Es gibt dort eine Vielzahl verschiedener Brunnen, z.B konnte man durch einen Tunnel aus rot beleuchteten Wasserfontänen hindurchgehen (Der Park hält den Weltrekord für die meisten Brunnen).
Am nächsten Tag haben wir eine Stadtführung gemacht und uns die Sehenwürdigkeiten der Stadt angeschaut. Auch den Smog und den Verkehr kann man durchaus als Sehenswürdigkeit betrachten. Zum Mittagessen waren wir in einem Fischrestaurant, im "punto picante". Das Essen schmeckt anders und ich weis noch nicht ob ichs mag :)
Heute geht´s mit dem Bus weiter.
Fortsetzung folgt ...
| Lima und der Smog |
| Impressionen aus Lima |
Am Nachmittag hat uns ein anderer Guide abgeholt. Wir sind in ein Inkamuseum gefahren. Dort gab es Regale voller Keramiken. Da den Inkas die Schrift noch nicht bekannt war haben sie Personen und Handlungen ihres Lebens in Form von Keramiken festgehalten. Danach durften wir Pisco Sour probieren. Das ist ein Brandwein aus Peru, der mit Eiweis und Zitrone gemischt wird -- sehr lecker. Am Abend waren wir im "Parque de las Aguas". Es gibt dort eine Vielzahl verschiedener Brunnen, z.B konnte man durch einen Tunnel aus rot beleuchteten Wasserfontänen hindurchgehen (Der Park hält den Weltrekord für die meisten Brunnen).
Am nächsten Tag haben wir eine Stadtführung gemacht und uns die Sehenwürdigkeiten der Stadt angeschaut. Auch den Smog und den Verkehr kann man durchaus als Sehenswürdigkeit betrachten. Zum Mittagessen waren wir in einem Fischrestaurant, im "punto picante". Das Essen schmeckt anders und ich weis noch nicht ob ichs mag :)
Heute geht´s mit dem Bus weiter.
Fortsetzung folgt ...
Montag, 13. Juli 2015
Das Vorbereitungsseminar
Jeder weltwärts Freiwillige ist verpflichtet an einem Vorbereitungs-, Zwischen- und Nachbereitungsseminar teilzunehmen.
Unser Vorbereitungsseminar
fand im Jungendbildungshaus von
Tettenborn statt, einem kleinen Dorf in Niedersachsen. Dort verbrachten wir
zusammen mit über 20 Jugendlichen zwischen 18 und 28 Jahren zehn Tage, um uns
gemeinsam auf den Freiwilligendienst in Bolivien vorzubereiten.
Am ersten Tag bekamen wir vom
Team des BKHWs, wichtige organisatorische Informationen über die Visa, Abflüge,
Geld in Bolivien usw. Am zweiten Tag begann das eigentliche Seminar mit den
drei Teamern.
Gemeinsam beschäftigten wir uns mit folgenden Themenbereichen:
- unsere eigene Motivation ein Jahr als Freiwilliger in Bolivien in sozialen Einrichtungen zu arbeiten
- die Rolle des Freiwilligen anhand von Erwartungen seitens der Kinder und Jugendlichen als auch der Gastfamilien und Arbeitskollegen
- der verantwortungsvolle Umgang mit Bild und Sprache
- der weltwärts Freiwilligendienst im entwicklungspolitischen Kontext
- Tipps zu Sicherheit, Gesundheit und Sexualität
- Gender- und Kultursensibilisierung
- der verantwortungsvolle Umgang mit Konflikten, Privilegien und Freiheiten
Das Seminar hat mich sehr auf
unsere Zeit in Bolivien vorbereitet. Die Vorfreude ist auf jeden Fall noch
einmal gestiegen und ich kann den Abflug kaum erwarten!!
Mit vielen Grüßen an alle Leser
Teresa





