Das Psychopedagogico ist Teil des Krankenhauses „San Juan de Dios“ in Sucre und eine Einrichtung zur Betreuung, medizinischen Versorgung und Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung. Es umfasst eine Schule mit Internat, eine Psychiatrie, eine Schreinerei,eine Bäckerei und eine Pädiatrie.
Einige Kinder wohnen im Projekt, andere kommen
nur tagsüber. In der Pädiatrie werden Kinder von Null bis ca.
12 Jahren betreut. Je nach ihren Fähigkeiten und geistiger Entwicklung kommen
sie ab einem geeigneten Alter in das Internat.
In der Pädiatrie gibt es verschiedene
Angebote. Ältere Kinder kommen in eine Art Vorschule („Apollo Escolar“), wo
ihre geistigen und motorischen Fähigkeiten gefördert werden. Es gibt drei unterschiedliche
Kurse, wobei die Kinder nicht nach Alter sondern nach ihren körperlichen und geistigen Fähigkeiten eingeteilt sind. Um eine möglichst individuelle Förderung zu gewährleisten
sind in den Kursen nicht mehr als Zehn Kinder. Das Programm der Vorschule
reicht vom erlernen der Sprache bis hin zu Sing- und Bastelkursen.
Die kleineren Kinder und Säuglinge kommen in
sogenannte „Maternals“, eine Art Kindergarten bzw. -krippe. Dort können die
Kinder, nach ihren Möglichkeiten spielen.
Alle Kinder werden mit Essen versorgt. So gibt
es nach dem gemeinsamen Frühstück im „Comedor“, dem Speisesaal, eine
Zwischenmahlzeit am Vormittag, die meistens aus Joghurt und Keksen o.Ä.
besteht. Zum Mittagessen gibt es, ganz nach bolivianischer Art, immer eine
Suppe und erst danach die Hauptspeise. Kinder die nicht kauen können und
Säuglinge bekommen sowohl die Suppe als auch den Hauptgang püriert. Alle, die
nicht selbstständig essen können, werden gefüttert. Die meisten Kinder tragen
beim Essen einen eleganten Latz aus der hauseigenen Schneiderei. Nach dem
Mittagessen hält der Großteil der Kinder einen Mittagsschlaf in einem der
Schlafsäle („Dormitorios“). Dort hat jedes Kind sein eigenes Bett. Am
Nachmittag geht es für die Kinder mit dem Programm entweder in den Maternals
oder in der Vorschule weiter, bis es die nächste Mahlzeit am Nachmittag gibt.
Dann gibt es immer Tee bzw. Milch und Brot. Anschließend geht das Programm
wieder weiter bis zum Abendessen, wo es nochmals eine warme Mahlzeit mit Suppe
und Hauptspeise gibt.
Das Projekt zeichnet sich vor allem durch eine gute
Organisation und gut ausgebildetes Personal aus.
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